Warum BIO?

Ganz einfach, weil wir die Umwelt und das Klima schonen möchten. Weil wir unsere eigene Gesundheit und die der Menschen entlang der Wertschöpfungskette nicht riskieren wollen. Und weil wir ihnen eine Zusammenarbeit  auf Augenhöhe mit Lebensqualität bieten wollen!

Für uns muss es Bio sein.

Weil wir natürliche Artenvielfalt erhalten wollen und keine regulierten Einheitskulturen sehen möchten. In Indien bestimmt der Biotechnologie Konzern Monsanto ungefähr 95% des Baumwollmarktes. Mit genmanipulierten Monokulturen, die Sorte heißt Bt-Baumwolle, verspricht das Unternehmen den Bauern höhere Erträge. Mit den entsprechenden Patenten und Lizenzen sichert er sich den Markt und bindet die Bauern an sich. Zusätzlich benötigt die Sorte entsprechende Pestizide und Düngemittel – natürlich von Monsanto – ein tödlicher Kreislauf, bei dem die Bauern immer stärker in die Abhängigkeit rutschen. Wir wollen, dass Bauern über ihr Saatgut selbst entscheiden können und glauben, dass biologische Vielfalt langfristig ertragreicher und nachhaltiger ist. Wir wollen pestizidfreien Anbau. Bei ökologischem Anbau wird kein genmanipuliertes Saatgut genutzt. Und es kommen nur natürliche Schädlingsbekämpfungsmethoden und Düngemittel zum Einsatz. Dieser Ansatz schont die Natur und mindert auch die Konsequenzen für die Menschen. Denn steigende Preise für Pestizide treiben viele Baumwollbauern in die Schuldenfalle und sind die Ursache zahlreicher Vergiftungen – eine tödliche Spirale auf vielen Ebenen.

Die sich nicht auf den Anbau beschränkt. Giftstoffe  finden sich auch noch in den Textilien wenn sie bei uns auf der Haut liegen. In einem T-Shirt aus konventioneller Baumwolle befinden sich ca. 150g hochtoxische Substanzen, die Böden und Wasser langfristig verseuchen und Menschen entlang der Wertschöpfungskette krank machen. Die Nutzung von giftfreien Fasern zahlt sich somit doppelt aus: Das natürliche Gleichgewicht des Bodens und die Gesundheit aller Akteure wird geschont und zudem erlaubt ökologischer Anbau Mischkulturen, die zur Gewinnung von Nahrungsmitteln genutzt werden können. Ein weiterer Vorteil ist die niedrigere Wasserbelastung bei ökologischer Baumwolle. Allgemein benötigt der Anbau und die Weiterverarbeitung von Baumwolle viel Wasser. Daher ist es wichtig mit den Ressourcen verantwortungsvoll umzugehen.

Mit dem Kauf von Bio-Fasern bewahrst Du fruchtbaren Boden vor giftigen Pestiziden und genmanipulierten Saatgut, sparst Wasser, unterstützt die Bauern und schonst Ihre sowie Deine Gesundheit!

Aber ist Bio denn glaubwürdig?

Ich kann verstehen, wenn einige verunsichert sind und nicht mehr wissen wem sie glauben können. Massenweise neue Siegel und Initiativen finden sich an der Bekleidung, fast jeder Textilhändler bringt seinen eigenen Standard raus, da verliert man leicht den Überblick. Mittlerweile sind es über 100 mit den verschiedensten Standards und Kriterien und bei weitem nicht allen sollte Vertraut werden. Schwächen sehen wir beispielsweise wenn die Initiative zu unternehmensnah aufgebaut ist und damit deren Unabhängigkeit und Glaubwürdigkeit bezweifelt werden kann. Oft sind es aber auch die Kriterien, die Mängel in ihrere Ganzheitlichkeit und Transparenz aufweisen.

Wir begegenen dieser Herausforderung mit zwei Ansätzen. Zum einen ist es für uns wichtig unsere Kooperationspartner zu kennen und uns ein persönliches Bild zu machen. Besuche, regelmässiger Kontakt und Transparenz, sind Grundvorrausetzung der Zusammenarbeit mit unseren Kooperationspartnern. Wir sind vor Ort und überprüfen die Qualität der Ware, aber auch die Wertschöpfungskette muss unserem kritischen Blick standhalten. Zum Anderen vertrauen wir dem Global Organic Textile Standard (GOTS). Das Siegel wurde von einer internationalen Arbeitsgruppe, welche noch weitere Organisationen und Experten umfasst, erarbeitet und regelmässig erweitert. Damit werden verschiedenste Perspektiven und Ansprüche erfasst sowie Kontrollinstanzen zur Einhaltung des Standards geschaffen. Der Standard umfasst nicht nur Biostoffe sondern auch Fairness und Ökologie in der gesamten Textilen Kette – soziale Mindeststandards, enge Partnerschaften und gegenseitige Unterstützung. Weitere Infos findet Ihr hier. Es ist neben dem IVN Best (das zur Arbeitsgruppe des GOTS gehört), das Siegel mit den höchsten ökologischen Kriterien, dass auch sozialen Mindeststandards erfasst.

 

 

 
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